Zum Mit-Wirken bei einem weiteren Kurs der Wildnisschule Chiemgau ging es Ende Oktober und ich war gerne dabei. Unser Thema dieses mal: Bäume – Knospen – Wurzeln

Die Bäume, unsere stehenden Freunde. Sie atmen jene Luft ein, welche wir ausatmen…wir atmen jene Luft ein, die sie ausatmen.

Ganz im Zeichen des Herbstes, wenn die Kräfte sich ins Innere zurückziehen, stand dieser Kurs.

Das Erforschen von ausgewählten Bäumen (Eiche, Ahorn, Hasel) anhand der Rinde, den Blättern, dem Stamm, der Kontur war eine Aufgabe der Kursteilnehmer.

Im Anschluss ging es an die Knospen, welche schon für das kommende Jahr vorbereitet und sichtbar sind.

Mit kindlicher Neugier und Forschergeist erarbeiteten sich drei Teams ihre Erkenntnisse und Erfahrungen.

In der großen Runde wurden dann die Erfahrungen ausgetauscht

Einiges an Theorie über die Welt von Baum und Wald bildete den Rahmen hierfür.

Der praktische Teil gehört selbstverständlich auch dazu. So durften die Menschen an verschiedenen Workshops in die Thematik weiter eintauchen.Es wurden die Wurzel einer „Engelwurz“ (bei einjähriger) und der Samen (bei zweijähriger) ausgegraben/geerntet. Im Anschluss wurde mit weiteren Zutaten eine Engelwurzsalbe
hergestellt.

Ein anderes Team beschäftigte sich mit der Karde und deren „Kardenwurzel“ und erstellte eine Tinktur.

Die dritte Gruppe machte aus „Nelkenwurz“ einen Nelkenwurzwein.

Wie spannend, was die Natur uns alles schenkt. Um diese Jahreszeit gibt es nicht nur essbares sondern wie auch im Frühjahr/Sommer ausreichend Möglichkeiten, um „Naturmedizin“ herzustellen.

An diesem Tagen erlebten wir alle, Kursteilnehmer und Trainer, wie großartig es ist, ein WIR-GEFÜHL mit respektvollem und wertschätzendem Umgang zu leben.

Umgeben von der herrlichen Wildnis des Jenbachtales und allen Wettterlagen, war es wieder eine ganz besondere Zeit.

Aho!

 

 

Der Herbst mit all seinen Farben, Eindrücken und Wetterstimmungen bildete den Rahmen für dieses besondere Wochenende mit insgesamt 12Kindern im Alter von 4 bis 11 Jahren – Marion und ich durften diese Zeit mit den Kindern gestalten und erleben.

Das Feriendorf Inzell stellte uns den Wald und das gesamte Areal zur Verfügung. Der Blindwalk am Seil und in einem Parcour im Wald schaffte die Möglichkeit für die Kinder, ihre anderen Sinne zu schärfen. Eine kleine Pflanzenkunde, in welcher die Kinder ihr Wissen mit einbringen konnten, war ein weiterer Bestandteil.

Ebenso wie einige Spiele mit der gesamten Gruppe, bei welchen es um Schnelligkeit und Konzentration ging, lockerten das Programm durch.

Am Sonntag dann ergab sich die Möglichkeit, den Kindern ein kleines „Feuer Teaching“ zu zeigen; anschließend durften sie selbst das Feuer starten und in kleinen Pfannen die geernteten Kruter bruzzeln.

Unser Protokoll im Wildniskreis, Räuchern..Danksagung..Befiundlichkeit..Redestab durfte natürlich nicht fehlen.

Die Rückmeldungen von Kinder, Eltern und Betreuern zeigten, dass es eine Zeit war, welche in Erinnerung bleibt.

Aho!

 

 

Die Wildnisschule Chiemgau hat mich gerufen. Ich konnte wieder als Trainer am Kurs teilnehmen. Die Inhalte dieses sehr intensiven langen Wochenendes waren

– Spuren von Säugetieren:

Hierbei durften die Kursteilnehmer Spuren von Rehen, männlichen Hirschen und Hirschkühen „lesen“ . Es ging darum zu bestimmen, handelt es sich um ein männliches oder weibliches Tier, in welche Richtung ging das Tier, wie groß war es. Mit Meterstab, Zeichenblock, Spurenbüchern ging es raus ins Unterholz zum „tracken“.

– Bestimmung von Tierschädeln:

Anhand mehrerer skeletierter Tierschädel machten wir uns daran, Schädelform, Gebiss, vermutliche Körpergröße etc. zu erkennen und konnnten so feststellen, dass wir Marder, Dachs und Fuchsschädel vor uns hatten.

-Mentoring:

Natürliches lernen anhand von Selbsterfahrung, geschicktes Fragen stellen um den Schüler zum nachdenken zu animieren sowie das 8-Schilde Modell von Jon Young bildeten die Inhalte zu diesem Baustein

-Verarbeitung eines erlegten Rehes

Andi (Jäger beim Forstamt Reichenhall) brachte ein erlegtes und bereits ausgenommenes Reh mit. Die Betrachtung, das Zerlegen und abschlagen des Felles waren sehr interessante und neue Inhalte für die meisten von uns.

Mein Trainerkollege Fridolin begann im Anschluss damit, das Fell in einer ersten Stufe zu gerben. Für die Verarbeitung und Zubereitung des Fleisches am Lagerfeuer war unser Michael, der Koch, zuständig.

Bei allem achteten wir sehr darauf, dem toten Tier auch den nötigen Respekt zu erweisen.

Bei bestem Spätsommerwetter hatten wir Kursteilnehmer und Schüler eine sehr gefüllte Zeit, bei der auch für Spiele, Gespräche und Musik Zeit blieb.

 

Die Wildnisschule Chiemgau hat mich eingeladen. Eine Ferienveranstaltung für 19 Kinder (6 bis 13 Jahre), gesponsert von der Firma GORE, für Mitarbeiter-Kinder, stand auf dem Programm.

Wir waren insgesamt 4 Trainer und konnten das WildnisCamp am Jenbach in Bad Feilnach nutzen.

Die Kinder konnten sich auf dem weitläufigen Areal bewegen. Im Wald wurden u.a. aus Naturmaterialien Notunterkünfte errichtet.

Bogenschießen im Schießstand war auf dem Progamm, ebenso wie das tägliche Schwimmen im Jenbach.

Die hochsommerlichen Temperaturen machten das kühle Wasser zu einer herrlichen Erfrischung.

Spielerisch zeigten wir den Teilnehmern ein paar essbare Pflanzen, welche dann für das Mittagessen verarbeitet wurden.

Mitte der Woche wurden die Kinder mit den Schnitzregeln und dem achtsamen  Umgang mit dem Messer vertraut gemacht. Dies war die Grundlage, für das freie üben mit dem Messer und zu bearbeitendem Holz.

Feuer machen war ebenfalls ein teil des Programmes. Mit Unterstützung durch uns Trainer erfuhren die Kinder, wie man Feuer vorbereitet, entzündet, damit achtsam umgeht.

Glückliche Eltern und glückliche Kinder waren das Geschenk für uns Trainer.

Pilgern und arbeiten auf dem Jacobswegabschnitt von Ingolstadt Richtung Nürnberg hieß es vom 04.08. bis 08.08.2020 für 4 junge Männer zwischen 18 und 21 Jahren. Begleitet wurden sie von einem Sozial,-und einem Wildnispädagogen (ich).

Die jungen Männer sind straffällig Gewordene, welche nach dem Jugendstrafrecht verurteilt wurden; das Strafmaß war eben eine Woche Zeit zu haben, um u.a. die eigene Lebenssituation zu überdenken. Im Naturraum des täglichen draußen Seins bestand eine wunderbare Möglichkeit zur Reflektion.

Gruppengefühl, Gespräche im Kreis als auch unter 4-Augen, körperliche Belastung spüren, gemeinsame Aktionen, die Einfachheit des wenigen Hab und Gut im eigenen Rucksack. All das und vieles mehr begleitete uns auf unserem gemeinsamen Weg.

In den gemeinsamen Gesprächen wurde wieder einmal deutlich, wie das Sein in der Natur die Menschen positiv beeinflussen kann.

Respekt, Wertschätzung, Kommunikation auf Augenhöhe – das ist es, was sich diese jungen Männer wünschen.

 

 

 

Es war Zeit für die Kinder wieder raus in den Wald zu gehen, an den Bach, auf die Wiese um wieder spielerisch  Sein zu dürfen.

5 Mädels und 5 Jungs und eine Praktikantin der Erzieherinnenschule folgten dem Ruf von Matthias und mir, um eine Woche draußen zu sein.

Die Wettergeister waren uns wohl gesonnen und wir hatten herrliches Sommerwetter.

Mit großzügiger Unterstützung durch die Gemeinde Siegsdorf konnten wir am Diesselbach in Eisenärzt unser Camp aufschlagen.

Unser täglicher Auftakt war der Morgenkreis am gemeinsamen Feuer; mit Räuchern, einer Runde der Dankbarkeit  und teilen unseres „wie geht es uns gerade“ eröffneten wir die Tage.

In den Tagen errichteten wir ein Naturkunde Museum mit allerlei Fundsachen aus Wald und Bach.

Die Kinder lernten den sicheren Umgang mit dem Schnitzmesser und konnten sich dann darin üben.

Ebenso erfuhren die Kinder, wie man sorgfältig ein Feuer entstehen lässt und achtsam damit umgeht.

Das eigene Kochen am offenen Feuer, war ein beständiges Highlight für die Kinder.

Mit Bastel-Ton konnten durften die Kinder ihrer Kreativität ihren Lauf lassen und gestalteten mit Naturmaterialien wunderbare Tier und Phantasieformen.

Die Nachmittage erlebten wir im nahen Bachlauf – das Wetter lud dazu ein. Dämme bauen, Wasserpools enstanden,

Steine wurde geschleppt und vieles mehr.

Die Tage und das Ende der Woche gestaltete sich mit den Geschichten des Tages und der Woche.

Eine wunderbare Woche…Danke dass wir gemeinsam eine so geniale Zeit erleben durften.

 

 

 

 

Die Wildnisschule Chiemgau hat mich gerufen, bei der Basiswoche für die neue Wildnispädagogik Ausbildung mitzuwirken. Umständehalber haben wir unsere Heimat am Jenbach verlassen und bei den Pfadfindern in Odelboding/Oberösterreich unsere Zelte ausgeschlagen.

26 Teilnehmer in vielen Altersstufen, männlich wie weiblich, haben sich auf den Weg der Ausbildung gemacht. Unser Team bestand aus insgesamt sechs Trainern.

Ständig wechselnde Wetterlagen, Winde, kaltes Wetter, Regen,Sonne…bildeten den Rahmen für diese erste Woche und gaben einen guten Vorgeschmack für die künftigen Kurse.

Wir bildeten vier Clans in denen die Menschen eine Idee vom Clanleben bekommen konnten. Wir machten die Teilnehmer mit den Kernroutinen in der Wildnispädagogik vertraut.  Die Grundbedürfnisse Feuer, Wasser, Essen und Schutz wurden erabreitet. Wir errichteten z.B. je Clan einen gemeinsamen Lagerplatz und auch die Notbehausung im Wald aus Naturmaterial. Jeder durfte sich nach seinem Können einbringen. So entstand und entsteht Teambuilding.

Ein großes Highlight war das Herstellen des eigenen Feuersets bestehend aus Bogen, Schnur, Handstück, Spindel und Bohrbrett – hiermit kann Feuer ohne Hilfsmittel gemacht werden.

Einen Tag widmeten wir uns der Pflanzenwelt. Ilona entführte uns in das spannende Gefüge der Pflanzen und die Teilnehmer ließen ihre Neugier walten. Diese Welt ist so groß, dass es nur dafür reichte, eine Idee des gesamten Bildes zu bekommen.

Wir hörten viele spannende Geschichten von den Menschen, die eine Nacht im Wald in den Notbehausungen verbrachten. Geräusche des Waldes, Tierbesucher, Niederschläge usw.

Am Lagerfeuer wurde abends musiziert; Ukulele, Didgeridoo, Harfe (ja!), Gitarren und Trommeln waren am Start, um magische Abende unter dem freien Himmel zu feiern – alle sangen mit.

Last but not least sei unser Koch Michi erwähnt. Mit Leib und Seele kreirte ein leckeres Essen nach dem anderen.

Wunderbare Menschen auf dem Weg zur Wildnispädagogik.

Danke für die gemeinsame Zeit.

Aho!

 

 

Ich möchte an dieser Stelle meine Gedanken und eine Botschaft der Indianer N-Amerikas teilen.

Eine Botschaft der Hopi Indiander vom 27.03.2020 (White Eagle, elder):

Dieser Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann als Pforte oder Loch betrachtet werden.
Die Entscheidung, ins Loch zu fallen oder durch die Pforte zu schreiten, liegt an Euch.

Wenn Ihr das Problem bedauert und rund um die Uhr Nachrichten konsumiert, mit negativer Energie,
dauernd nervös, mit Pessimismus, werdet Ihr in dieses Loch fallen.

Aber wenn Ihr die Gelegenheit ergreift, Euch selbst zu betrachten, Leben und Tod zu überdenken,
für Euch und andere Sorge tragt, dann werdet Ihr durch das Portal gehen.

Sorgt für Euer Zuhause, sorgt für Eure Körper. Verbindet Euch mit Eurer spirituellen Heimat.
Wenn Ihr Euch um Euch selbst kümmert, kümmert Ihr Euch gleichzeitig um alle anderen.
Unterschätzt keinesfalls die spirituelle Dimension dieser Krise.
Nehmt die Perspektive eines Adlers ein, der von oben das Ganze sieht – mit erweitertem Blick.
Es liegt eine soziale Herausforderung in dieser Krise, aber ebenso eine spirituelle.
Beide gehen Hand in Hand.
Ohne die soziale Dimension fallen wir in Fanatismus.
Aber ohne die spirituelle Dimension fallen wir in Pessimismus und Sinnlosigkeit.
Sie (they??… die Darum-Wissenden?? Anmerkung) sind vorbereitet, um durch diese Krise zu gehen.
Nimm Deinen Werkzeugkasten und verwende alle Werkzeuge, die Dir zu Verfügung stehen.

Lerne Widerstand am Vorbild indianischer und afrikanischer Völker:
Wir wurden und werden noch immer ausgerottet.
Aber wir haben nie aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer zu entzünden und Freude zu haben.
Fühle Dich nicht schuldig, Glück zu empfinden während dieser schwierigen Zeiten.
Es hilft überhaupt nicht, traurig und energielos zu sein.
Es hilft, wenn jetzt gute Dinge aus dem Universum kommen.
IT IS THROUGH JOY THAT ONE RESISTS!
Durch Freude leisten wir Widerstand!
Auch wenn der Sturm vorüber gezogen ist, wird jeder einzelne von Euch sehr wichtig sein,
um diese neue Welt wieder aufzubauen. Ihr müsst stark und positiv sein.

Und dafür gibt es keinen anderen Weg, als eine schöne, Freud- und Licht-volle Schwingung zu bewahren.
Das hat nichts mit Entfremdung bzw Weltfremdheit zu tun.
Es ist vielmehr eine Strategie des Widerstands.
Im Schamanismus gibt es einen Ritus des Übergangs – genannt „ die Suche nach Weitsicht“.
Sie (they) verbringen ein paar Tage allein im Wald, ohne Wasser, ohne Nahrung, ohne Schutz.
Wenn sie durch die Pforte gehen, bekommen sie eine neue Sicht auf die Welt, weil sie sich ihrer Ängste,
ihrer Schwierigkeiten gestellt haben.
Das ist es, was nun von ihnen (them) verlangt wird.
Erlaube Dir, diese Zeit dafür zu nutzen, Deine Rituale zum Suchen Deiner Visionen auszuführen.
Welche Welt möchtest Du für Dich erschaffen?

Das ist alles, was Du momentan tun kannst: Gelassenheit im Sturm. Bleibe ruhig – bete täglich.

Mach es Dir zur Gewohnheit, das Heilige jeden Tag zu treffen.
Gute Dinge entstehen daraus. Was jetzt aus Dir kommt, ist das allerwichtigste.
Und singe, tanze, zeige Widerstand durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe!
Resist !

 

Meine Gedanken und Worte zu dieser besonderen Zeit auf der Erde…

…wann war der Himmel zuletzt so blau?
…wann haben die Vögel so einen Raum gehabt für ihr tägliches Konzert?
…wann konnte die Natur zuletzt so durchatmen von uns Menschen? habt ihr von der weltweiten Reaktion der Natur gehört?
…wann hatten wir zuletzt so viel Zeit uns um UNS zu kümmern?
…wann war zuletzt so viel Zeit für Familie?
…wann hatte die Menschheit zuletzt so eine kollektive Chance zur Veränderung?
…wann hatten wir zuletzt so viel Raum für kreatives Denken und Handeln?
…wann konnten wir uns zuletzt so mit unserer inneren Freiheit auseinandersetzen, nachdem im aussen die Grenzen so spürbar sind?
…wann war zuletzt die Möglichkeit, sich mit unseren Ängsten zu beschäftigen und diese anzusehen?
…wann war der Wunsch nach Vernetzung so groß wie in der momentanen Zeit?
…wann verspürten wir zuletzt Dankbarkeit für das was wir haben und was uns geschenkt wird?

Am Samstag, 14.03.2020 ging also das Abenteuer los. Insgesamt 7 Teilnehmer trafen sich am Airport Faro in PT.

Obwohl sich die Sache mit dem Corona-Virus schon bemerkbar machte, verlief alles momentan reibungslos.

Von Faro wurden wir von unserem portugiesischen Betreuer mit Sack und Pack an die Atlantikküste, exakt nach Porto Covo im Alentejo gefahren. Abends bildeten wir oberhalb der Küste einen kleinen Eröffnungskreis zur Einstimmung auf unsere gemeinsame Zeit.

Am nächsten Morgen starteten wir dann unsere erste Etappe mit dem Ziel Vila Nova de Milfontes. Ein 21km langer Weg, teilweise auf sehr sandigem Untergrund, teilweise auf Fels, aber immer in Sichtweite und oberhalb des Atlantiks lies uns die ersten Eindrücke sammeln.

In den nächsten Tagen erwanderten wir uns Tag für Tag den Weg und das Ziel. Almograve und Zambujeira hießen die nächsten Zielorte. Üppige Frühjahrsvegetation bereicherte unsere Sinne und lies uns immer wieder in dieser Wildnis verweilen, um diese Vielfalt genießen zu können.

Entlang des Weges trafen wir kleine Einheimischenlokalitäten und konnten so mit der hiesigen und sehr liebenswerten Bevölkerung in Kontakt kommen.

Auf den Klippen nisteten in abenteuerlichen Höhen Störche, welche sich für die Frühjahrsbrut vorbereiteten – welch ein Schauspiel. Eine Brise Wind war unser treuer Begleiter, ebenso wie die weite des Ozeans und das tiefe blau des Himmels.

Alles geht dort draußen seinen Weg und folgt den ursprünglichen Weisungen – Corona spielte für die Natur keine Rolle…aber für uns!

Am 6.Tag kontaktierte uns Ricardo (rotavicentinatravel.com) und informierte uns über aktuelle Beratungen der Regierung, einen shut-down zu beschließen. Dies hätte bedeutet, dass wir 14 Tage in örtliche Quarantäne gemusst hätten. Wir entschlossen uns nach eingehender Besprechung in der Gruppe, am nächsten Tag das Land Richtung Deutschland zu verlassen. Nach einem abenteuerlichen Routing (zunächst nach Faro: dort erfuhren wir, dass erst in 4 Tagen ein Flug möglich sei….dann mit dem Zug nach Lissabon: von dort konnten wir nach einer Übernachtung in der Stadt am nächsten Tag nach Hause fliegen).

So endete unsere Reise noch mit einem zusätzlichen und unfreiwilligen Abenteuer.

Jedoch der Entschluss steht: Wir kommen wieder – in welcher Besetzung auch immer, aber der letzte Teil des Weges möchte noch gegangen werden.

Obrigado Portugal

 

Die 6. Klasse des Karlsgymnasiums Bad Reichenhall kam am 26.11.2019 zum Sepp und zu mir.  Geplant war ein Projekt,- und Wildnistag mit dem Thema „Süßwasserfische“.

Zu Beginn machten wir eine kleine Vorstellungs,- und Befindlichkeitsrunde. Im Anschluss wanderten wir zu den nahegelegenen Gewässern der Saalach, des Mühlbachs und dem Weiher in den Saalachauen. Die Kinder konnten hier die verschiedenen Gewässerarten und Lebensräume der Fische sehen.

Der anschließende Part befasste sich nun mit dem Fisch in seiner Anatomie und seinen Besonderheiten.

In 2er Teams durften die Kinder mit geeignetem Werkzeug nun die Fische sezieren. Zuvor dankten wir noch den Tieren, die hierfür ihr Leben gelassen haben um sich als „Forschungsobjekt“ hinzugeben.

Mit viel Eifer, teilweisen Hemmschwellen und Freude wurde nun der Fisch sorgfältig aufgemacht und die Organe besichtigt. Interessante Erkenntnisse ergaben sich und ergänzten das theoretisch Gelernte aus dem Biologieunterricht in der Schule.

Nebenbei wurde ein großes Lagerfeuer angezündet; dieses diente uns dann als Kochstelle für die Forellen,mitgebrachten Kartoffeln und Schoko Bananen. In gemütlicher Runde saßen wir gemeinsam im Kreis, teilten unsere Geschichten zum Fische ausnehmen und die Kinder konnten ihrer Spiel und Bewegungsfreude freien Lauf lassen.

Danke für diese wunderbare Zeit, die mit dem Highlight des Tages von jedem Einzelnen seinen Abschluss fand.

Aho!