„Kinder brauchen und wollen Matsch“

In den ersten drei Tagen der Herbstferien kamen wir mit zehn Kindern zu einem Herbst Wildnis-Camp zusammen.

Fast drei Tage Regen begleiteten uns durch die gemeinsame Zeit. Im Rhythmis der 8-shields liesen wir uns auf viele neue (und manch bekannte) Erfahrungen ein.

Ein Höhepunkt war das spielen im und mit dem Matsch, welcher sich am angrenzenden Weiher und in den Feldern gebildet hatte. Teilweise bis auf die Knochen nass und matschgetränkt bildete sich im Anschluss der Spiele und Aktionen immer ein gemütlicher Kreis am wärmenden Lagerfeuer.

Morgendliches Räuchern mit weißem Salbei , eine anschließende Danksagung sowie Geschichten zum Tagesstart eröffneten den Tag.

Wir machten Sinnspiele wie den blind-walk, hatten Action beim Stockkampf und waren kreativ beim Glutschalenbrennen und schnitzen.

Gestärkt durch am offenen Feuer gekochtes Mittagessen und Nachspeise „Schoko-Banane“ auf Lagerfeuerglut hatten wir viele inspirierende Stunden.

Ein Highlight der Woche war u.a. das einpacken eines rohen Ei’s ausschließlich in Naturmaterial. Anschließend erfolgte ein sog. Belastungstest mit dem Fallenlassen des „Verpackungsgutes“ aus verschiedenen Höhe,bis zu 4m.

Leuchtende und glückliche Kinderaugen am Ende der Tage waren das größte Geschenk an die Trainer und Eltern.

Danke dass alles gut gegangen ist.

Aho!!

In den Pfingstferien 2019 war Premiere für unser erstes Wildnis Camp im BGL. Insgesamt 11 Kinder (zwischen 7 und 13 Jahre) besuchten das Camp, um fünf Tage mit uns eine „wuide Zeit“ zu erleben.

Die Wettergeister waren mit uns und bescherten uns fünf Sommertage. Wir begannen täglich unseren Tag mit einem Kreis am Lagerfeuer. Dabei räucherten wir mit weißem Salbei, sprachen eine kleine Danksagung und tauschten uns kurz über unsere Befindlichkeit aus.

Anschließend starteten wir unsere vielfältigen Tagesaktionen. Wir beschäftigten uns mit Feuer machen ohne Hilfsmittel, stellten Löffel und Schalen durch Glutbrennen her oder lernten stabile Schnüre aus Naturmaterial zu flechten.

Unser Mittagessen bruzzelten wir mit Pfannen am offenen Lagerfeuer; dabei konnten alle nach Herzenslust mit den Zutaten experimentieren.

Immer wieder lockerten wir die Zeit durch verschieden Spiele im / am Wald auf , konnten dabei auch noch unsere Sinne schärfen und das anschleichen üben.

Eine willkommene Abwechslung bei der Hitze waren auch das Bad in der  Saalach oder im nahen Weiher.

Höhepunkt am Ende der Woche war, die letzte Nacht mit Zelt im Camp zu verbringen. Wir konnten so lange am Lagerfeuer sitzen, den Tag verabschieden und die Nacht begrüßen.

Vom 26.08. – 29.08.2019 gab es ein besonderes WildnisCamp. Zwei Oma’s  kamen zusammen mit ihren Enkelkindern (6-13 Jahre), um mit uns 4 Tage in der Wildnis zu sein. Zwei weitere Gastkinder rundeten unseren Kreis ab.

Gestartet wurde mit dem gemeinsamen Zeltaufbau und so entstand am Waldrand ein schönes Übernachtungscamp.

Für viele begann hier bereits das Abenteuer, da sie noch nie im Zelt übernachtet haben.

Tägliche Danksagungsrunden für alles was uns an Nahrung und darüber hinaus geschenkt wird, bildeten den Rahmen für die Tage.

Gemeinsames Frühstück am Lagerfeuer und an der nahen Saalach , begrüßt von der Morgensonne, waren die ersten Höhepunkte des Tages.

Wir erkundeten den Wald bei Tag und Nacht, um dem Leben  und den Geheimnissen darin näher zu kommen.

Schnitzen von Figuren, Glutbrennen von Gefäßen, Spiele mit allen Sinnen, ein Rundgang mit zwei Pferden – viele Aktivitäten begleiteten uns durch sonnige Tage.

Den stimmungsvollen Höhepunkt bildete am Abend das gemeinsame Kochen am Lagerfeuer; hier konnte jeder mit den vorhandenen Zutaten sein eigenes Menü gestalten.

Die Tage verabschiedeten wir mit hereinziehender Dunkelheit am Lagerfeuer; hier durfte jeder noch seine Geschichte über sein Highlight des Tages im großen Kreis erzählen.

Ein Dank an alle, dass ihr euch darauf eingelassen habt.

 

 

Pilgern und arbeiten auf dem Jacobswegabschnitt von Ingolstadt Richtung Nürnberg hieß es vom 29.07. bis 02.08.2019 für 6 junge Männer zwischen 18 und 21 Jahren. Begleitet wurden sie von einem Sozial,-und einem Wildnispädagogen.

Die jungen Männer sind straffällig Gewordene, welche nach dem Jugendstrafrecht verurteilt wurden; das Strafmaß war eben eine Woche Zeit zu haben, um u.a. die eigene Lebenssituation zu überdenken. Im Naturraum des täglichen draußen Seins bestand eine wunderbare Möglichkeit zur Reflektion.

Gruppengefühl, Gespräche im Kreis als auch unter 4-Augen, körperliche Belastung spüren, gemeinsame Aktionen, die Einfachheit des wenigen Hab und Gut im eigenen Rucksack. All das und vieles mehr begleitete uns auf unserem gemeinsamen Weg.

In den gemeinsamen Gesprächen wurde wieder einmal deutlich, wie das Sein in der Natur die Menschen positiv beeinflussen kann.

Gemeinsam mit der 5.Klasse des Karlsgymnasiums gestalteten wir einen Schultag mal anders. Wir hatten sozusagen Unterricht im grünen Klassenzimmer, dem Wald. Themen an diesem sicherlich besonderen Tag waren u.a. die Sinne, das Spüren, die Gemeinschaft, Spiele, kindliche Neugier.

Nach einer kleinen Danksagung sowie Vorstellungs,-und Befindlichkeitsrunde teilten wir spielerisch die vier Gruppen ein.

Dann machten wir uns auf den Weg in den Wald; dabei ging es darum, den Kindern mit einem sog. „blind-walk“ in der Gruppe zu verdeutlichen, welche anderen Sinne wir Menschen außer unseren Augen noch haben.

Nachdem wir das „Klassenzimmer“ erreicht hatten, errichteten die jeweiligen Gruppen eine Schutzbehausung ausschließlich mit Naturmaterial, welches auf dem Waldboden zu finden war. Mit viel Freude, Kreativität und Gemeinschaftssinn aller teilnehmenden Schüler, entstanden wunderschön gestaltete Behausungen.

Gemeinsam besprachen wir danach (wie auch schon beim blind-walk), welche Erfahrungen die Einzelnen Gruppen bei ihrer Arbeit machten.

Mit verschiedenen Spielen, welche zum Tagesthema passten, ließen wir diesen sonnigen Tag im großen Kreis ausklingen.